Zeichnerinnen empfehlen: Moki – “Mumins” von Tove Jansson
“Ist es nicht erhebend am Meer zu stehen, wenn ein Sturm aufzieht?”, fragt Schnupferich Mumin, während sie den Wind an der Steinküste genießen. So sehr wie Schnupferich den herannahenden Sturm liebt, so sehr lieben wir die großartigen Geschichten über die Mumintal-Bewohner! Und so wie die Hattifnatten auf das Gewitter warten, um sich elektrisch aufzuladen, so erwarte ich sehnsüchtig jeden neuen Band der Mumin-Comics um ihn mit meinen Freunden zu teilen.“
Das sagt Moki (u.a. vertreten in “Orang” 8) und freut sich mit uns auf den dritten Band der “Mumins – Die gesammelten Comic-Strips von Tove Jansson”, der zwar erst im September erscheint, aber jetzt schon Vorfreude auslöst. Vielen Dank dafür nach Hamburg!
Die 1982 geborene Malerin Moki hat der Hamburger Kunst- und Galerienszene in den letzten Jahren mit großer Produktivität und detailverliebtem Gestus wichtige Impulse gegeben. Ihre Affinität zu Comics drückt sich nicht nur darin aus, dass sie ab und an auch selbst Bildgeschichten zeichnet. Sie bedient sich vielmehr Motiven aus dem Comic-Kontext und bringt diese in einen neuen Zusammenhang. Mokis Bilder sind per se erzählerisch, sie laden den Leser ein zu einem gemeinsamen Spaziergang mit unheimlichen Wald- und Wiesenbewohnern, vorbei an Berghängen, Wasserfällen, hinein in die tiefsten Höhlen und auf in die luftigste Höhen.
Auf der Frankfurter Buchmesse 2006 erhielt Moki den Preis für den besten Newcomer des Jahres.
Der Beitrag wurde
von Christian Maiwald
am 25. Februar 2010 um 13:51 Uhr veröffentlicht.
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