Wo wir waren: Stripdagen Haarlem
Passenderweise immer am Wochenende des Comic-Salons in Erlangen oder kurz davor finden im niederländischen Haarlem die Stripdagen statt, was bisher immer einem Besuch in die Quere kam. Doch dieses Jahr musste es endlich sein, auch wenn zwei Comic-Festivals an aufeinander folgenden Wochenenden Anstrengung versprechen. Aber wie der Abstecher ins Nachbarland zeigte, lohnt sich die Reise auf alle Fälle.

Festivalzentrum mit Verlagsbörse war die Philharmonie und wie dieses Panoramafoto zeigt (zum Vergrößern mit rechter Maustaste draufklicken und Bild anzeigen lassen), erinnert die Lokalität nicht nur ein wenig an die Heinrich-Lades-Halle in Erlangen. Unfairerweise entstand dieses Foto kurz nach Eröffnung am Samstag – es wurde noch viel viel voller. Und im Obergeschoss ging es auch noch weiter.

Weitere Verkaufsstände und die Minipresse fanden sich auf dem zentralen Marktplatz direkt neben der beeindruckenden Kathedrale. Wie man sieht spielte das Wetter mit, zumindest am Samstag: Comic, Sonne, Poffertjes – kein Wunsch blieb unerfüllt.

Haarlem ist nicht zuletzt für seine vielen schmucken Innenhöfe bekannt. Und die Gebäude selbst bieten sehenswerden Platz für Ausstellungen,…

… wie hier zu sehen in der Ausstellung von Originalen des niederländischen Autoren Michiel van de Pol.

Sehr unterhaltsam: Die Ausstellung zum 15. Jubiläum des Zeichnerkollektivs Lamelos.

Lustig und bunt und ein schöner Kontrast zum noblen Ambiente.

Auch sehr schön anzusehen: Originale und Drucke von Pieter van Dongen (“Rampokan”, avant-verlag). Die über zwei Dutzend Ausstellungen waren über die gesamte Innenstadt verteilt, von Galerien bis hin zu Plattenläden hatten dafür Platz bereit gestellt.

Leider war der Raum so verwinkelt, dass sich keine besser Übersichtsaufnahme machen ließ. Im eigenen Shop zeigte der holländische Verlag Silvester Originalseiten aus Cyril Pedrosas “Portugal”, das kürzlich auch hier erschien.

Da lohnt es, genauer hinzusehen. Beeindruckend schwungvoll und trotzdem spätsommerlich aufs Papier gebracht.

Weil´s so schön ist: Gleich noch eine Seite.

Und noch eine in Nahaufnahme.

Und weil´s so schön ist…
Komischer Winkel, aber sonst hätte es gespiegelt.

Allein die Tuschezeichnungen sind hinreissend.

Natürlich auch vor Ort: Die niederländische Ausgabe von “Baby’s in black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe”, erschienen bei Oog & Blik.
Festivalgängern kann ein Besuch im schönen Haarlem nur empfohlen werden. Und dann gleich ab zum Comic-Salon in Erlangen. Da sehen wir uns ja alle.
Der Beitrag wurde
von Christian Maiwald
am 4. Juni 2012 um 12:53 Uhr veröffentlicht.
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Am 4. Juni 2012 um 14:59 Uhr
What the hell are “Poffertjes”? Sollte man das in Erlangen auch einführen?
Am 4. Juni 2012 um 19:28 Uhr
Wikipedia sagt: “Poffertjes sind eine niederländische Gebäckspezialität, die kleinen, münzgroßen Pfannkuchen ähnelt. Sie sind relativ dick, werden mit kleinen Butterstückchen serviert und mit viel Puderzucker bestreut, wodurch sie deutlich süßer als normale Pfannkuchen schmecken. In den Niederlanden werden Poffertjes oftmals zusätzlich mit Stroop (Zuckerrübensirup) garniert.” und hat Recht.
Ich wäre auf jeden Fall dafür, sie in Erlangen einzuführen. Überhaupt wird auf dem Comic-Salon zu wenig frittiert.