So war Angoulême
Die Festivalsaison wird jedes Jahr aufs Neue in einem westfranzösischen Städtchen in der Nähe von Bordeaux begonnen und auch Reprodukt hat es sich wie jedes Jahr nicht nehmen lassen, nach Angoulême zu fahren. Aktueller Festivalpräsident war Blutch, der auch mit einer Ausstellung gewürdigt wurde. Über die Gewinner des Festivals wurde schon auf dem Graphic-Novel-Blog berichtet und man kann gespannt sein, wie das nächste Festival unter der Präsidentschaft von Baru aussehen wird.
Schon eine Tradition: Treffen mit alten Bekannten in einem Restaurant in Angoulême am Mittwochabend vor dem Festival. (Links im Bild Bart Beaty, daneben Sarah McIntyre, am Kopf der Tafel Sascha Hommer, dritter von rechts: Übersetzer und Freund des Verlages Kai Wilksen, rechts im Bild: Ellen Lindner und – wahrscheinlich twitternd – Stephen Betts)

Hauptaufenthaltsort der ersten beiden Tage: Das International-Rights-Zelt. Auch die Presse ist vor Ort und wartet auf heiße News. Christian Maiwald, Martin Jurgeit von der “Comixene”, Ralf Keiser, Michael Groenewald (beide Carlsen) und Klaus Schikowski.
Im Zelt selbst gibt es den wahrscheinlich schlechtesten Kaffee und den miserabelsten Tee der Stadt, aber Aufgabe ist ja auch das Kaufen und Verkaufen von Lizenzen, da lenkt unnötiger Luxus nur ab.

Die Stadt selbst steht wie immer ganz im Zeichen der Comics, Corto Maltese wacht über diese Brücke vor dem neuen (und übrigens sehr tollen) Comicmuseum…
… und selbst die Kirche versucht die Menschen mit Comics in ihre Gotteshäuser zu locken.

Ein Blauer Boy von Lambil & Cauvin in flagranti auf der Open-Air-Ausstellung vor dem Rathaus erwischt.



Weniger eine Retrospektive – wie sonst bei einem Festival-Präsidenten üblich – als eine Ausstellung sehr schöner und beeindruckender, aber nicht immer jugendfreier Illustrationen von Blutch.

Direkt daneben: Ausstellung des aus “Lapin” und “Kramers Ergot” bekannten Italieners Fabio Viscoglioso. Auch hier blieb der Comicanteil überschaubar, trotzdem sehr empfehlenswert.

In der “Cent pour Cent”-Ausstellung im neuen Comicmuseum widmeten sich 100 Comiczeichner jeweils einem Comicoriginal aus der ständigen Sammlung des Museums.

David B. und Lewis Trondheim waren natürlich auch dabei.

Ebenfalls mit einem Stand vertreten: die beiden Hamburger Magazine “Orang” und “Two Fast Colour” von Martina Lenzin (sitzend links) und Marlene Krause (sitzend rechts).

Soviel zum Thema asiatisch essen mit Mawil.

Endstation Sehnsucht! Auch dieses Jahr endeten die meisten Abende sehr früh 200 Meter weiter links…

Leider nicht ausprobieren konnten wir den Pizza-Automaten gegenüber vom Manga-Gebäude (Espace Franquin), der einem die Wahl zwischen gefrorener und heißer Pizza ließ… Hygienetechnisch wäre wahrscheinlich jede Pizza mit Pilzen gewesen, aber es hat nicht sollen sein.

Auf der doch “leicht” verspäteten Rückfahrt im TGV zum Flughafen gesellt sich Ulli Lust zu Barbara Yelin und Dirk Rehm.
Auf viele weitere Artikel und Blogbeiträge zum Festival verlinkt der Comicsreporter.
Der Beitrag wurde
von Sebastian Oehler
am 4. Februar 2010 um 11:58 Uhr veröffentlicht.
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