Wo wir waren: Ligatura Comicfestival Poznan

Am vergangenen Wochenende fand im polnischen Poznan die dritte Ausgabe des Comicfestivals Ligatura statt. Der erste Rundgang legte die Latte, was die Beschaulichkeit der Innenstadt angeht, schon einmal ganz nach oben. Pittoresk!

Eine Reihe von Ausstellungen präsentierten eine Vielzahl von Künstlerinnen und Künstlern: Hier Anke Feuchtenberger, deren Bilder in der Kunsthochschule gezeigt wurden.

Bei Anke Feuchtenbergers Bildern ist ja jeder Anlass recht, um noch mehr davon zu zeigen. Ich nutze diese Bildunterschrift einmal dazu, um darauf hinzuweisen, dass in Kürze ein neuer Band ihrer Comic-Geschichten bei Reprodukt erscheinen wird.

In der Kunsthochschule wurden auch eine Reihe von Arbeiten Hamburger KunststudentInnen gezeigt, die sich Grimms Märchen angenommen haben und sie spannend und angenehm abwechslungsreich in Szene gesetzt haben.

Fürstlich beherbergt wurden einige Ausstellungen im Kulturzentrum in der Burg bzw. dem ehemaligen Residenzschloss. Es freuen sich auf den Einlass (v.l.): Zeichnerin Ingrida Picukane, kuš!-Herausgeber David Schilter, Sanita Muizniece und eine namenlose, herrlich lächelnde Dame.

Innen gab es unter Anderem zu sehen: Eine Ausstellung von Comics aus Österreich unter dem Titel “Radar”.

Natürlich auch dabei: Nicolas Mahler, von dem hier einige Originale aus “Spam” zu sehen waren.

Hinreissend auch seine Superhelden-Siebdrucke.

Kein Festival ohne Reden: Festival-Leiter Michal Slomka (links) eröffnet die Ausstellung mit Comics aus Ungarn. Comics aus Osteuropa bildeten hier einen angenehmen Schwerpunkt, da gab und gibt es noch Vieles zu entdecken!

Auf dem Büchertisch wurden viele Comics der in den Ausstellung vertretenen KünstlerInnen verkauft. Zusätzlich veröffentlicht das Festival selbst einige Comics und Kataloge.

Und natürlich fehlt auch das Abendprogramm nicht. Hier wird die Ausstellung des Comic-Kollektivs “Maszin” eröffnet. Das Ambiente ein angenehmer Kontrast, die Comics hier auf ganz eigene Art: spannend!

Viele Beiträge setzten sich sehr verspielt mit dem Thema Comics auseinander, wie zum Beispiel hier ein 3D-Comic, dessen drei Panels in Wackelpudding festgehalten waren.

Ist das noch Graphic Novel?
ps: Wir arbeiten dran!

Wieder Michal Slomka: Teil des Festivals ist das sogenannte Pitching, bei dem Comic-Macher einer Jury und dem Publikum ihre Projekte innerhalb einiger Minuten vorstellen, Handlung und Konzept erklären und schon einige Seiten auf der Leinwand zeigen können. Zwanzig Beiträge gab es und die Auswahl war für die Jury, bei der ich dankenswerterweise mitmachen durfte, nicht sehr einfach, denn der “würde ich gerne sofort lesen”-Faktor war häufig enorm hoch. Doch ein Beitrag musste ausgewählt werden und so fiel das Jury-Votum letztlich auf den Niederländer Bart Nijstad.
So ein Pitching könnte man sich auch in Deutschland auf einem Festival vorstellen. Wer weiss, vielleicht wird die Idee einmal aufgegriffen…














