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“Donjon – Zenit” von Joann Sfar & Lewis Trondheim (+ Boulet)

Vor wenigen Wochen ist mit “Donjon – Abenddämmerung 102 – Der Vulkan von Vaucanson” der vorerst letzte Band der ausufernden “Donjon”-Reihe erschienen und damit auch die allerletzte Lücke in der Chronologie der Serie gestopft, die insgesamt 34(!) Alben umfasst. Grund genug für einen Blick zurück auf die Geschichte des Donjon.

Der Donjon, das sind vier pechschwarze Türme, die in den Himmel ragen; ein Labyrinth aus finsteren Katakomben und prall gefüllten Schatzkammern; Feuer speiende Drachen und blutrünstige Orks… das Reich, über das der Wärter gebietet. Abenteurer, Ritter und Magier lassen auf der Suche nach Ruhm und schnellem Geld ihr Leben – und ihr Erspartes – in den labyrinthartigen Gängen des Donjon.

Alles beginnt mit “Donjon Zenit 1 – Das Herz einer Ente”: Ursprünglich im Herbst 1999 im Hamburger Carlsen Verlag erschienen, legen Autor Joann Sfar und Autor + Zeichner Lewis Trondheim mit diesem Band den Grundstein der Serie.

Enterich Herbert und Drachenkrieger Marvin stehen im Mittelpunkt der Geschichten. In “Das Herz einer Ente” ist es der tollpatschige Herbert, der vom Wärter beauftragt wird, den finsteren Kapuzenmännern auf die Spur zu kommen, die den Donjon um jeden Preis kaufen wollen und vor keiner Gräueltat zurückschrecken, um ihr Ziel zu erreichen…

In “Der König der Krieger”, dem zweiten Band der Serie, wird Herbert zu einem Meister der Kriegskunst geschickt, der ihm sämtliche Tricks und Kniffs der Kampftechnik beibringen soll. An der Seite von Marvin, beide bewaffnet mit Feder und Holzstöckchen, sind jede Menge Abenteuer zu bestehen – mit Sonja, der rothaarigen nackten Riesin, den fünf Zwergvampiren, Henri, der linken Maus, und Millionen von blutrünstigen Orks.

“Die Prinzessin der Barbaren”: Als Abenteurer, Zauberer und Ritter ausbleiben und die Einnahmen des Donjon bedrohlich zu sinken beginnen, hat Herbert eine rettende Idee: Die Mär von einer gefangenen Prinzessin, die es aus den Kerkern des Donjon zu befreien gilt, soll verbreitet werden, um das blutige Geschäft wieder anzukurbeln. Einziger Haken: Isis, die Prinzessin von Zephalonien, existiert tatsächlich und wirbelt den Donjon mächtig durcheinander!

“Missglückter Zauber”: Nachdem der Hausdrache bei einem nächtlichen Zentaurenüberfall umgekommen ist, braucht der Wärter dringend Ersatz, um die Schatzkammern der Kerkerfestung zu bewachen. Herbert, Marvin, der Zauberer Alkibiades und die Barbarenprinzessin Isis machen sich auf den Weg nach Schweinsfuhl, der Stadt der Zauberer, um einen Drachenzögling für den Donjon zu erstehen… und werden prompt von einem windigen Betrüger aufs Kreuz gelegt.

Mit dem fünften Band der Reihe, “Hochzeit mit Hindernissen”, reicht Lewis Trondheim den Stift an den jungen Zeichner Boulet weiter, der vor allem durch seine Webcomics bekannt geworden ist und dessen “Notes” unter Lewis Trondheims Shampooing Label im Verlag Delcourt erscheinen.

Isis von Zephalonien soll den Wärter heiraten, und die Hochzeitsvorbereitungen im Donjon sind in vollem Gange: Marvin versucht sich als Zuckerbäcker, der Wärter kratzt mühsam eine Mitgift zusammen und Herbert überlegt fieberhaft, wie er das Ganze verhindern kann – denn er ist der Prinzessin genauso verfallen wie sie ihm. Allerdings steht Drachist Marvin auf der Seite des Wärters und so muss es Herbert mit seinem besten Freund aufnehmen.

“Der verlorene Sohn”: Herbert der Enterich, verbannter Erbe von Vaucanson, kehrt zurück in seine Heimat. Eigentlich will er eine Begegnung mit seinen Eltern vermeiden, aber das ist leichter gesagt als getan. Um sich unerkannt bewegen zu können, benutzt er einen Zaubertrank, der ihn in eine “Maske des Todes” verwandelt. Leider verursacht der Trank schwer berechenbare Nebenwirkungen, denn jedes Mal, wenn Herbert lacht, verwandelt er sich zurück in eine Ente. Ein Missgeschick folgt dem anderen und Herberts alte Heimat droht zu einer Stätte der Verwüstung zu werden…

Eine (beinhah) komplette Übersicht der Chronologie der Serie steht unter folgendem Link zum Download bereit: “Die Welt des “Donjon” (8,1 MB)

Der Beitrag wurde von Dirk Rehm am 1. Mai 2012 um 17:48 Uhr veröffentlicht.
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