“Die Rezeption der Mumin-Geschichten in Deutschland”
Weiterhin läuft die Veranstaltungsreihe “Schweben – Träumen – Leben, Tove Janssons Mumins-Geschichten” und die Ausstellung “Tove Jansson in Bildern im Berliner Finnland-Institut. Teil der Veranstaltungsreihe ist der am jetzigen Donnerstag, dem 16. April, ebenfalls im Finnland-Institut stattfindende Vortrag von Mareike Jendis von der Universität Umea zum Thema “Die Rezeption der Mumin-Geschichten in Deutschland”.
Tove Janssons Muminbücher gehören in Skandinavien zu den berühmtesten und bekanntesten Büchern überhaupt, vergleichbar mit denen von Astrid Lindgren. Doch im Gegensatz zu den Werken Lindgrens fanden die Muminbücher in Deutschland nur ein relativ kleines Publikum. Der Vortrag geht der Frage nach, wieso dies so ist. Welche Rolle spielen dabei die Übersetzungen, die Vermarktung und die Gegebenheiten des deutschen Literatursystems? Und sieht die Lage heute, nach Erscheinen der neuen Übersetzungen von Birgitta Kicherer, anders aus?
Dr. Mareike Jendis ist Wissenschaftlerin an der Universität Umeå. Von 1982-1989 studierte sie Germanistik, Hispanistik und Deutsch als Fremdsprache in Bonn und Madrid. 1990-1995 arbeitete sie als DAAD- Lektorin an der Universität Umeå, wo sie anschließend lehrte und promovierte. 2001 erschien ihre Doktorarbeit zur deutschen Rezeption von Tove Janssons Muminbüchern. Sie unterrichtet an der Universität Umeå und einer kommunalen Schule.
Veranstalter der Mumin-Veranstaltungsreihe sind Kulturhus Berlin e.V., die Botschaft von Finnland und das Finnland-Institut mit freundlicher Unterstützung durch die Jugend- und Familienstiftung Berlin und Svenska Kulturfonden i Finland/Finnlandschwedischer Kulturfonds.
Finnland-Institut in Deutschland, Georgenstr. 24 (1. OG), D-10117 Berlin
Tel. (030) 520 02 60 10, Fax (030) 520 02 60 29
info@finstitut.de , www.finnland-institut.de
Öffnungszeiten: Mo 10–17, Di–Do 11–19, Fr 9–15 Uhr
Beginn des Vortrags: 19h, Eintritt frei!
Der Beitrag wurde
von Christian Maiwald
am 14. April 2009 um 18:34 Uhr veröffentlicht.
Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen.
Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Am 19. Juni 2011 um 15:48 Uhr
Zur Rezeption der Mumins In Deutschland: Mir wurden von finnischen Freunden meiner Eltern schon 1959 und 1961 Muminbücher in deutscher Sprache geschenkt. Da war ich erst 4 Jahre und sehr begierig bald selbst lesen zu können. Seither gehören “Die drollige Gesellschaft” und “Komet im Mumintal” zu meinen Lieblingsbüchern. Auch einen Schnüferl als Plüschfigur nenne ich mein eigen. Meine Kinder liebten die Mumins ebenfalls, allerdings auch gern im Film. Wenn es mir heute schlecht geht, wenn ich z.B. nicht schlafen kann oder mal krank bin, lese ich in Kinderbüchern, bevorzugt Mumins oder Pippi Langstrumpf.
Nicht leiden konnte ich, daß die Figuren in neueren Ausgaben andere Namen hatten, aber sehr geheimnisvoll für mich war, daß ich als Kind nie wußte, ob Tove ein Mann oder eine Frau war. Dadurch lag über den Büchern ein besonderer Zauber. Diese Bücher werden in jedem Fall mit mir ins Altersheim ziehen, falls ich irgendwann dorthin muß. Vorhher freue ich mich aber, falls ich Enkel bekomme, wenn ich diesen dann aus den Mumins vorlesen kann.