Und hier das von Arne Bellstorf gestaltete Titelblatt unsrer sechzehnseitigen Kindercomic-Vorschau fürs Frühjahr 2013. Neu dabei: “Mouk” von Marc Boutavant (oben links) und Ulf K.s “Pelle und Bruno” (unten rechts, anstelle von “Finn und Freddy”). Ausführlichere Informationen zu unseren kommenden Kindercomics gab es bereits hier zu lesen.
Und auch zu “Mouk” gibt es eine Zeichentrickserie:
Geschrieben von Dirk Rehm am 30. November 2012 um 14:00 Uhr
Chris Ware. Matt Groening. Robert Crumb. Daniel Clowes. Große Namen, und das sind zunächst mal nur die amerikanischen Autoren, von denen wir im Frühjahr neue Comics vorlegen. Unsere erste Vorschau für 2013 geht demnächst in Druck… mehr zum neuen Programm – und auch zu den Kindercomics! – dann in Kürze.
Geschrieben von Dirk Rehm am 29. November 2012 um 09:59 Uhr
Die “Trendmafia” hat es sich in den letzten vier Jahren zur Aufgabe gemacht, das kreative Potential Berlins zu bündeln und bietet Künstlern und Designern in der Karl-Liebknecht-Straße im zentralen Zentrum von Berlin-Mitte eine Plattform, um ihre Arbeiten zu präsentieren. Da sich diese auch hervorragend verschenken lassen, passen die TrendMafiosis ihr Angebot der vorweihnachtlichen Nachfrage an: Der Designmarkt findet in diesem Jahr auch an jedem Adventswochenende statt – und Reprodukt ist mit dabei.
Wir haben eine große Auswahl unserer Bücher im Gepäck und freuen uns am Samstag und Sonntag auf euer Kommen!
Trendmafia, Karl-Liebknecht-Str. 11, D-10178 Berlin
Tel.: 030 / 66 30 96 41
email: info@trendmafia.de , www.trendmafia.de
Öffnungszeiten: Sa + So 13-19 Uhr
Geschrieben von Christian Maiwald am 28. November 2012 um 10:02 Uhr
Und weitere Einsendungen unserer Leser. Bis zum 15. Dezember könnt ihr hier eure Lieblingstitel von Reprodukt an andere Leser empfehlen und dabei sogar etwas gewinnen!
“Baby’s in Black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe” von Arne Bellstorf
Eines der Bücher, die ich immer wieder gerne zur Hand nehme, ist Arne Bellstorfs “Baby’s in Black”.
Darin wird die Vorgeschichte der Beatles – und vor allem des fünften Beatle, erzählt, vor dem großen Durchbruch. Mir war dieses Kapitel bis dato nicht bekannt, muss ich gestehen, weshalb ich im vorhinein umso gepannter auf die Lektüre war.
Die Geschichte hat mich gefesselt durch ihre sorgfältig ausgearbeiteten Charaktere, die einem schnell ans Herz wachsen, die durchweg angenehm-melancholische Grundstimmung und ihre unaufgeregte Erzählweise. Das alles wird durch die Zeichnungen formidabel transportiert. Bis zum Schluss hält Arne die Stimmung aufrecht, die einen, wie es ein guter, ruhiger Song vermag, von Anfang an für sich einnimmt, und die ganze Länge über eine bestimmte Gemütslage aufrecht erhält, um am Ende würdevoll auszuklingen.
Und das gelingt Arne Bellstorf hier wirklich einmalig, besser hätte man diese bestimmte Szene kaum darstellen können. Ein Buch, das man ungern wieder aus der Hand legt, so wie es sich für gute Geschichten gehört.
Und: Im Comic darf noch (viel) geraucht werden! – Erich
“Quai d’Orsay – Hinter den Kulissen der Macht” von Abel Lanzac & Christophe Blain
Lanzacs und Blains “Quai d’Orsay”“ ist ein spannender, politischer Roman in Comicform. Die Arbeitswelt von Politikern und deren Stab wird hier einerseits sehr realistisch dargestellt, lädt aber andererseits – vielleicht gerade deswegen – zum Schmunzeln und Lachen über den Politikbetrieb ein. Die Arbeit und das schwindende Privatleben eines Redenschreibers steht im Mittelpunkt dieser französischen Graphic Novel.
Der alltägliche Wahnsinn einer sich ständig wechselnden Nachrichtenlage wird in dynamischen Bildern ebenso schön gezeigt, wie die Launen des Poesie- und Philosophie-begeisterten Außenministers. Diese Geschichte, die an die europäische Polit-TV-Serie “Borgen” erinnert, ist – auch Dank der Aufmachung in Buchform mit Lesebändchen – eine Graphic Novel zum Genießen. Besonders mit einem Glas (französischem) Rotwein in der Hand. – Michael
Geschrieben von Benjamin Spies am 27. November 2012 um 16:30 Uhr
Auch dieses Jahre geht der Reprodukt-Büchertisch mit auf “Holy.Shit.Shopping”-Tour. Seit 2004 beglückt die Designplattform mit handverlesenem Mode-, Schmuck- und Produktdesign, Kunst, Fotografie, Grafik, Musik und eben tollen Büchern an besonderen Orten in Berlin, Hamburg, Köln und Stuttgart.
Los geht es dieses Jahr am kommenden Wochenende in Hamburg, wo der Design-Weihnachtsmarkt auf dem Messegelände stattfinden wird. Bei Musik sowie Heiß- und Kaltgetränken wird die Weihnachtssaison eingeläutet. Wir freuen uns auf Besuch bei uns am Stand!
Holy.Shit.Shopping. Hamburg, Messe Hamburg, Am Messeplatz 1 (Halle B3 – EG + OG), D-20357 Hamburg www.hamburg-messe.de
Öffnungszeiten: Sa 12-22 Uhr, So 12-20 Uhr
Geschrieben von Christian Maiwald am 27. November 2012 um 11:58 Uhr
“Selbst mit den Tätern hatte sie Mitleid” – die tageszeitung vom 24. November 2012 (Christoph Haas)
“”Berichte aus Russland” ist ein Comic, der einem Tränen der Wut in die Augen treibt, und mehr als einmal ist man versucht, den Blick abzuwenden. Aber man hält dann doch durch. Nicht etwa weil Igort das Grauen, die Schlächterei ästhetisiert oder zu einem Spektakel macht. Sondern weil ihm etwas Unglaubliches gelingt: den Opfern, durch die Art, wie er sie zeichnet, die Würde zurückzugeben, die ihnen mit brachialer Gewalt genommen werden sollte.” – Christoph Haas, taz
Geschrieben von Christian Maiwald am 26. November 2012 um 16:06 Uhr
Bis zum 15. Dezember könnt ihr hier eure liebsten Reprodukt-Titel empfehlen und bei unserem weihnachtlichen Gewinnspiel mitmachen! Hier kommt eine weitere Lese-Empfehlung, diesmal von Katharina.
Mit diesem Buch kann ich Lachen und Weinen; Denken und Fühlen. Mein Exemplar ist mit lauter Zetteln gespickt, die mir beim Wieder-Auffinden von geschickten Formulierungen, anrührenden Bildern und Zitaten helfen sollen.
Mein Lieblingszitat? Eindeutig von Marcos Mutter: “Oh nein!! Fang du nicht auch noch damit an, mit deinen Wurzeln! (…) Heutzutage ist das modern, man hat Wurzeln hier und Wurzeln da… So ein Blödsinn!! Das ist nichts anderes als Verherrlichung der dämlichen Tradition! Es lähmt uns. Es hindert uns daran, uns weiterzuentwickeln…
Wurzeln sind nur was für Gummibäume!” – Katharina
Geschrieben von Benjamin Spies am 26. November 2012 um 14:54 Uhr
Am Donnerstag, dem 29. November 2012, werden die Schauspielerin Martina Gedeck, der Szenarist Peer Meter und die Zeichnerin Barbara Yelin in Göttingen den Comic “Gift” vorstellen.
Das Literarische Zentrum Göttingen lädt in die Paulinerkirche zu einer Veranstaltung ein, bei der die Geschichte der Serienmörderin Gesche Gottfried im Zentrum stehen wird. Barbara Yelin und Peer Meter führen in die Geschichte und die Comic-Umsetzung ein, Martina Gedeck liest Passagen aus Briefen sowie aus Verhörprotokollen der Giftmörderin.
Vienna is calling und Reprodukt is coming. Mit dabei war dieses Mal Guy Delisle, der noch vor Messestart eine Veranstaltung im Rahmen der Lesefestwoche hatte.
Vor der Veranstaltung aber erstmal ein Radiointerview und danach…
… ein Fernsehteam des ORF. Für das Interview beantwortete die Fragen und hielt länger still, als es das Foto vermuten lässt. Kamerakind Oehler auf der Höhe seiner Kunst.
… der Meinung waren auch knapp die über 100 Besucher, die nicht alle einen Sitzplatz bekommen konnten.
Auch Malte von der BilderboxVienna hatte einen schönen Abend hinter seinem Büchertisch, denn…
…nach der Veranstaltung wurde fleißig signiert, bevor es dann weiter zu einem künstlerischen Abendessen in einem/r Wiener Beisl ging.
Lustig samma, Puntigamer! Ein gelungener Abend!
An unserem Comicgemeinschaftsstand mit den Kollegen von Edition Moderne, avant und Schreiber und Leser war auch Voland & Quist vertreten. Reiko brachte im Lauf der Messe noch den einen oder anderen Comic von Reprodukt den Standbesuchern nahe. Vielen Dank!
Gelegenheit natürlich auch für die Wiener Comiczeichner, in den Comics zu schmökern: Simon Häussle of “Tonto” fame.
Hin und wieder anstrengend (morgendlicher Beatbox-Workshop zur Messeeröffnung!!!): Die direkt dem Stand gegenüberliegende fm4-Bühne. Aber auch praktisch, denn dort führte Guy Delisle am Freitag ein Gespräch, wiederum moderiert von Thomas Edlinger. Auch hier vollbesetzt.
Neben Käsekrainer und Wiener Schnitzel ist das phil eine der Konstanten von Reprodukts Wienbesuch. Dort fand am Samstag Abend die Veranstaltung von Anke Feuchtenberger statt. Unter den Zuschauern unter anderem Leo Feuchtenberger und Verena Müller von der BuchWien, hier links im Bild.
Mitunter doch etwas verwundert ob der recht frühen Schließzeiten diverser Einkaufsmöglichkeiten, blieb es nur beim Window-Shopping, diese Wodka-Flasche hätte auf der Messe aber wahrscheinlich auch nur für Missverständnisse gesorgt. Danke, Wien!
Geschrieben von Sebastian Oehler am 26. November 2012 um 12:15 Uhr
Hier zwei der ersten Einsendungen, nachdem wir vergangene Woche einen Aufruf gepostet hatten, eigene Comicempfehlungen zu nennen. Bis zum 15. Dezember gibt es noch Gelegenheit, an unserem weihnachtlichem Gewinnspiel teilzunehmen!
“Die Kolonie” (bzw. “X”) von Charles Burns
Beim Lesen von “Die Kolonie” (bzw. auch von “X“) von Charles Burns wurde mir, einem erfahrenen Comicleser, dass erste Mal schlagartig klar, was anspruchsvolle, grafische Literatur leisten kann. Nach der Lektüre war ich von der Perfektion dieser Comics geradezu schockiert.
Aus seinen Einflüssen “Tim und Struppi”, William S. Burroughs und seiner Zeit in der Punkszene der 70er erschuf Charles Burns den ultimativen Mindfuckcomic.
Sein Storytelling, die Verwebung von Erinnerungen und (Alb-)Traumsequenzen, ist meisterhaft. Die Informationsfetzen aus Worten und Bildern, die den Prozess des Erinnerns darstellen, hellen die Geschichte langsam wie ein Polaroidfoto (passenderweise ist die Hauptfigur ein fotografierender Kunststudent!) auf.
Wenn Burns die Geschichte so brillant zu Ende bringt, wie er sie begonnen hat, ist ihm nach “Black Hole” erneut ein Jahrzehntcomic gelungen. – Michael Lauterbach
“Container” von Max Andersson
Mir war der gute Herr bis zu einem Vortrag in Halle unbekannt, etwas später auf Rat eines Freundes hielt ich dieses Sammelsurium seiner Arbeiten in der Hand und seitdem liegt “Container” neben dem Kopfende meiner Matratze.
Viele kleine und große Geschichten, aber auch einseitige Illustrationen schmücken die Seiten des Buches und jedes Werk ist eine Perle für sich. Max Andersson hat einen so eigenartigen und sympathischen Strich, der es schafft, die gemeinsten Themen auf humorvolle Weise zu konfrontieren und sie dennoch nicht ihrer Ernsthaftigkeit zu berauben. Soviel Fantasie und Einfallsreichtum lassen einen das Buch nicht so schnell aus der Hand legen – wenn überhaupt, dann nur um für die nächste Seite frische Luft zu tanken. – cruro
Geschrieben von Dirk Rehm am 26. November 2012 um 10:07 Uhr