I want to be… a lumberjack!
Wenn Craig Thompson nicht gerade an seiner neuen Graphic Novel “Habibi” arbeitet, geht er seinem Hobby als fliegender Holzfäller nach, wie er auf seinem Blog eindrucksvoll zeigt. Sportlich!
I want to be… a lumberjack!Wenn Craig Thompson nicht gerade an seiner neuen Graphic Novel “Habibi” arbeitet, geht er seinem Hobby als fliegender Holzfäller nach, wie er auf seinem Blog eindrucksvoll zeigt. Sportlich! Geschrieben von Christian Maiwald am 30. September 2008 um 22:12 Uhr
Fotos von ComiczeichnernDie in Hamburg lebende Fotografin Nicole Sturz hat eine Serie Hamburger Künstler – “young artists” – in Angriff genommen und mit dabei sind Arne Bellstorf (“Acht, Neun, Zehn”, “Orang”), Sascha Hommer (“Insekt”, “Im Museum”, “Orang”) Moki (“Asleep in a foreign place”) und Till Thomas (“Orang”). Daneben finden sich auch noch Fotos vom Comicfestival “Äpfel, Nüsse, Fink und Star” in Hamburg 2007. Geschrieben von Sebastian Oehler am 29. September 2008 um 09:14 Uhr
Mawil goes “Boom!”
Letzterer wird am Wochenende vor Ort sein, Bücher signieren, wie immer für gute Laune sorgen und mit den schon vom letztjährigen Comicfestival in Helsinki bekannten, sehr netten Organisatoren das ein oder andere Glas stürzen (siehe Abbildung). Ebenfalls vor Ort sein werden die von ihren eigenen Heften und aus “Orang” bekannten Hamburger Comiczeichner Klaas Neumann und Till Thomas. Geschrieben von Christian Maiwald am 24. September 2008 um 10:13 Uhr
Zeichner empfehlen: Sascha Hommer – “Der lachende Vampir” von Suehiro MaruoDer zweite Zeichner mit einer Empfehlung ist Sascha Hommer (“Insekt”), und er stellt “Der lachende Vampir” von Suehiro Maruo vor. Der lachende Vampir Es ist nicht einfach, deutsche Übersetzungen anspruchsvoller Manga zu bekommen: es gibt sie kaum. Für mich waren die deutschen Ausgaben von Miyazakis “Nausicaä” und Tezukas “Astro Boy” wichtige Inspirationsquellen, aus der aktuellen Produktion japanischer Zeichner kenne ich dagegen wenig Interessantes, das auf Deutsch zu haben wäre. Das könnte auch daran liegen, dass ich mich auf diesem Feld einfach nicht besonders gut auskenne. Vielleicht richten sich die Lizenzausgaben lesenswerter Manga auch in erster Linie an eine andere Altersklasse und ich nehme sie deshalb kaum wahr. Neben den derzeit breit gewürdigten Büchern von Jiro Taniguchi (“Vertraute Fremde”, “Gipfel der Götter”) ist in dieser Hinsicht Suehiro Maruos “Lachender Vampir” für mich jedenfalls eine echte Ausnahme. Und ohne Frage ein Manga, der sich ganz explizit an erwachsene Leser richtet. Die Geschichte um Dämonen, Bluttaten, Sex und Perversionen ist mit grafischer Brillianz in Szene gesetzt. Der “Lachende Vampir” läßt sich dabei auf ganz unterschiedliche Weisen lesen und verstehen, der Plot erschöpft sich nur scheinbar in genreüblichen Motiven. Die “Botschaft”, falls man eine solche vermuten will, bleibt ambivalent und verstörend. Gewiss ist es auch möglich, Maruos Geschichte als eine schlichte Horrorstory mit dramaturgisch geschickt gesetzten Schockelementen zu lesen. Mich dagegen schockiert Maruo weniger mit seinen Sujets, vielmehr mit Perfektion und Virtuosität der zeichnerischen und narrativen Durchführung. So oder so also nix für schwache Nerven. – Sascha Hommer Geschrieben von Sebastian Oehler am 19. September 2008 um 15:39 Uhr
Comicblogs auf “Zeit online”Auf der Website der “Zeit” findet sich ein kleiner virtueller Rundgang durch einige Blogs von Comickünstlerinnen und -künstlern. Neben Reprodukt-Zeichnern wie Line Hoven und Arne Bellstorf werden zum Beispiel auch die Seiten von Dominique Goblet und Félix Diaz besucht. Hier kann man sich durch die Galerie klicken. Abbildung: Montage © Zeit online Geschrieben von Christian Maiwald am 19. September 2008 um 12:28 Uhr
Finnische MuminmomenteBesucht man Finnland und verbringt nicht die gesamte Zeit abgeschieden von der Zivilisation (wofür Finnland auch genug Möglichkeit bietet) kommt man an Tove Janssons Mumintrollen nicht vorbei. Für Uninitiierte ist es schon erstaunlich, wie der gesamte finnische Alltag davon durchzogen ist. Tatsächlich scheint sie wirklich jeder zu mögen, was zu glauben aber auch nicht schwer fällt. Kaum in Helsinki angekommen führt der Weg auch an einer ersten Gelegenheit zum Fotografieren von Mumin-Merchandise vorbei. Mit den Mumins dekoriert kann man auch einfach mal ein paar Handtücher ins Schaufenster hängen. Zum Verschönern des Kühlschranks oder des hauseigenen Safes. Eins der zwei Mutterschiffe: Am Flughafen und in der Innenstadt von Helsinki befinden sich die Muminshops. (Man achte auch auf das sicherlich explosive Objekt im Bildvordergrund links.) Wer kann zu Mumin-Pflastern schon nein sagen? Und was ist im Laden gegenüber dem Muminshop erhältlich? Natürlich weiteres Mumin-Merchandise. Und im Geschäft daneben? Mumin-Süßwaren. Geschrieben von Christian Maiwald am 18. September 2008 um 10:53 Uhr
Leseprobe “Der alltägliche Kampf” 4 von Manu LarcenetGerade haben wir die Daten an die Druckerei geliefert: Hier sind die ersten vier Seiten Leseprobe zu “Der alltägliche Kampf” 4 von Manu Larcenet. Übersetzung: Kai Wilksen, Lettering: Dirk Rehm. Die fertigen Bücher erwarten wir Anfang November. Fortsetzung folgt. Geschrieben von Dirk Rehm am 17. September 2008 um 11:47 Uhr
Helsinki reloadedUm es kurz zu machen: Das Comicfestival in Helsinki am letzten Wochenende war wieder ein großer Erfolg UND ein großer Spaß. Natürlich auch anstrengend und mit seinen kleinen Tiefpunkten (dazu später mehr), aber das gehört zu einem Comicfestival natürlich dazu.
Nachdem in den letzten Jahren die Reisegruppe Reprodukt in unterschiedlichen Zusammensetzungen aus Sascha Hommer, Mawil, Sebastian Oehler und meiner Wenigkeit bestand, war sie im Laufe der Vorplanungen aus verschiedenen Gründen zusammengeschrumpft auf – mich. Aber ganz Abenteurer und gerne auch allein unterwegs war das natürlich kein Hindernis. Und über mangelnde soziale Kontakte brauchte ich mir auch von Anfang an keine Sorgen machen: Es begann alles am Donnerstag, als ich von meinem Gastgeber Jukka Heiskanen (Herausgeber des finnischen “Micky Maus”-Heftes, das dort nach Donald Duck “Aku Ankka” heisst und wöchentlich in einer Auflage von 324.000 Exemplaren erscheint. Nicht schlecht für ein Land mit 5 Millionen Einwohnern.) direkt vom Bahnhof zum Buchreleaseumtrunk von Guy Delisles “Aufzeichnungen aus Birma” mitgenommen wurde. Das Buch erscheint beim Comiclabel des großen Verlagshauses WSOY, das bezüglich der Lizenzausgaben Geschmack beweist. Der Herausgeber stellte sich später auch als sehr netter Gesprächspartner heraus. Zu WSOYs Mutterkonzern gehören im übrigen auch die größte finnische Zeitung und die größte Buchhandelskette – ein Geschäftsmodell, das Reprodukt für die Zukunft auch überdenkt. Ebenso natürlich Guy Delisle, der interessant von seinen Reisen zu berichten weiss – in Comicform oder im improvisierten Interview. Nach dem standesgemäßen Umtrunk ging es weiter in eines der zwei Festivalzentren, das finnlandschwedische Kulturhaus G18, in dem Bilder aus Martin tom Diecks “Der unschuldige Passagier” ausgestellt wurden. Martin tom Dieck (rechts, im Gespräch mit Festivalorganisator Otto Sinisalo) war selbst vor Ort, um die bei Daada Books erschienene gelungene finnische Ausgabe mit dem Titel “Viaton Matkustaja” zu signieren. Der Freitag bot noch genügend Zeit für einen Abstecher ins Ateneum, dem großen Kunstmuseum Helsinkis, das über DIE Sammlung finnischer Gemälde verfügt. Derzeit wird dort eine Ausstellung japanischer Comics (Manga) gezeigt: Hokusai und Hiroshige sind zwei talentierte Zeichner, die sich auf den klassischen Holzdruck konzentrieren, was die Ausstellung eindrucksvoll dokumentiert. Mit dieser ersten Ausstellung außerhalb Japans gab es einen wahren Hit schon vorab und außerhalb des offiziellen Festivalprogramms zu sehen. Hokusai und Hiroshige – Namen, die man sich merken muss. In dem anderen Festivalzentrum neben dem G18, dem Gloria, galt es daraufhin die Stände aufzubauen – wobei sich herausstellte, dass von den zwei von Berlin aus geschickten Buchpaketen nur eines den Weg dorthin gefunden hatte. Das andere schlummerte in einem Postdepot und konnte trotz hartnäckiger Recherche und Telefonterror nicht rechtzeitig aufgetrieben werden. (Danke noch einmal an Marko Turunen und Otto Sinisalo für die Hilfe.) Das war ärgerlich, aber verschmerzbar – die Auswahl der vorhandenen Bücher war auch so zufriedenstellend und die Resonanz auf sie bestens. Nette Nachbarn UND gegenüber von der Bar – das lässt über fehlende Bücher schnell hinwegsehen. Klein im Türrahmen zu sehen: Tom Gauld, der kurzzeitig auch seine kleinen Comics verkaufte, bevor es ihn zu seiner Ausstellung weiter zog. Kraftstrotzend: Bendik Kaltenborn und Kollege von Dongery aus Norwegen mit schwedischer Unterstützung von Emelie Östergren und Kalle Johansson. Kamerascheu: Joana und Marcus von Chili Com Carne aus Lissabon. Souverän: Stanley Wany aus Québec präsentiert eine Anthologie finnischer und frankokanadischer ZeichnerInnen. Ein Heimspiel: Tommi Musturi von KutiKuti aus Finnland. Ein Blick in den großen Saal. Im Vordergrund (brauner Pullover, verwackelt): Marko Turunen am Stand von Daada Books. Der finnische Fil nennt sich Black Peider und besticht durch stilsicheres Auftreten, dezente Posen und einen ansehnlichen Sturz von den Stühlen. Der für den Festivalsonntag angekündigte Auftritt fand dann nicht statt. Am Abend des Samstags ging es zunächst zur Vernissage der “Kramer´s Ergot”-Ausstellung in der Muu-Gallery. Die amerikanische Anthologie hat spätestens seit ihrer vierten Ausgabe mit einer Häufung von zeichnerischem Talent für einigen Wirbel gesorgt. Die bunte, manchmal krude Mischung aus ruhig erzählten und wilden, überbordenden, knalligen Geschichten fällt dank guter Auswahl seitens des Herausgebers Sammy Harkham – der zusammen mit Anders Nilsen und dem bereits erwähntem Tom Gauld anwesend war – nicht auseinander, sondern ergänzt sich prächtig zu immer wieder überraschenden Büchern. Neben bekanntem Material aus älteren Ausgaben gab es erstmals Bilder aus der neuen, siebten Ausgabe zu sehen, die im November erscheint und bereits seit einiger Zeit ihre Schatten vorauswirft. Ungefähr im A3-Format gedruckt, passt der Ausdruck im doppelten Sinn. Ein Beitrag von Chris Cilla(?). Tom Gauld schraffiert großflächig. Tom Gauld (Detail). Ein besonderer Hingucker: Die Seiten von Anders Nilsen, die sowohl in “Kramers Ergot” 7 als auch in seinem eigenen Heft “Big Questions” erscheinen werden. Sowohl in schwarzweiß… … als auch in Farbe machten seine Seiten einen ungeheuren Eindruck. Zeichnerisch toll, interessante Erzählung – bingo! Und dann ist er auch noch im Gespräch nett. Tommi Musturi im Gespräch mit Martin tom Dieck und Tom Gauld. Geschäftlich? Privat? Wir werden es nie erfahren… Der Festivalsamstag klang dann auf der obligatorischen Party aus, wobei “ausklingen” das falsche Wort ist. Dann ging es nämlich noch einmal richtig los, wobei die Finnen dem Gastpublikum zeigten, was eine Harke ist und zur spleenigen Mischung der DJs alles gaben. Man muss sich die Musik dementsprechend vorstellen. Der Nerv der Finnen wird getroffen und fast jede Zurückhaltung aufgegeben. Weil die Gäste größtenteils ratlos daneben stehen, geht der Punkt auf jeden Fall an das Heimteam. Ausgelassen wurde gefeiert und getrunken und der Sonntag so zu einer anfänglich trägen Veranstaltung, dann aber zu einem würdevollen Abschluss des Festivals. Viele Gründe finnisch zu lernen – eine Auswahl der lokalen Festivalneuerscheinungen. Wirklich, die finnische Comicszene ist engagiert und vielfältig. Es wird viel auf die Beine gestellt und verlegt – und gelesen. Noch ein Tipp für Helsinkibesucher, die es nicht zum Festival schaffen: Der Comic- und Musikshop Pietkämies darf bei keinem Besuch fehlen. Fanzines, Comics verschiedenster Art, T-Shirts, Poster, CDs, Vinyl und noch viel mehr bietet dieser feine Laden. Stilsicher: Das Design der Schaufenster stammt von Olivier Schrauwen. Es war wieder sehr schön in Helsinki und der Abschied fiel trotz fortgeschrittener Abnutzungserscheinungen nicht leicht. Im Bild: Jukka Heiskanens Waldo, der geselligste und verspielteste Hund der Welt, freut sich schon auf das, was kommen mag. Bis 2009! Geschrieben von Christian Maiwald am 15. September 2008 um 23:53 Uhr
Zeichner empfehlen: Mawil – “Isaak der Pirat” von Christophe Blain
Isaak der Pirat Christophe Blain ist zur Zeit einer meiner Lieblingszeichner. Er hat schon vorher ein paar ziemlich geniale Alben abgeliefert, aber vor allem seine Serie “Isaak der Pirat” hat es mir angetan. Isaak ist ein Maler, er lebt mit seiner Alice im Paris von früher, hat übliche Schwierigkeiten mit dem Geld und wird plötzlich von einem reichen Herren zu einer Schiffsfahrt überredet, die sich später als Südpool-Expedition eines ehrgeizigen Piraten entpuppt. Außerdem werden noch andere Gegenden angefahren, es sterben diverse Leute und dann ist immer noch die Frage offen, ob Isaak sein Mädchen wiedersieht. Reichlich Stoff also für ein klassisches Mantel- und Degen-Epos, das aus einem Künstler einen Abenteurer macht. Ich weiß nicht, wieso die Franzosen das so draufhaben. Manchmal erwischt man Nachts auf Arte einen Film und der erscheint einem (vielleicht auch nur im Kontrast zum gewohnten Hollywood-Standard) so locker und unkonventionell erzählt, und doch so sicher auf Stimmungen und Emotionen bedacht. Christophe Blain ist eigentlich kein super Zeichner. Die Atmosphäre seiner Szenen verdankt er zu einem großen Teil der genialen Kolorierung von Walter und Yuka, wenn man sich manche Bilder einzeln anguckt, springen einem schludrige Details ins Auge, die comicesken Nasen der Figuren passen nicht recht zu den skizzierte Hintergründen, es gibt keine gewagten Layouts, manche Seiten haben nur drei Farben und doch ist hier ist kein Panel, keine Sprechblase zuviel oder zuwenig. Dieser Comic mag auf den ersten Blick einfach und altmodisch erscheinen, aber lesen Sie mal die ersten Seiten des ersten Bandes, tauchen Sie mal kurz ein in dieses Abenteuer, dann werden Sie nach ein paar Stunden aufwachen und sich ärgern, dass Sie noch nicht den sechsten Band besitzen. Denn dieser Comic ist einfach genial erzählt und deshalb ist Christophe Blain doch ein super Zeichner. Nur als er da letztens auf dem Comicfestival in Helsinki so mit der Kati Rickenbach geflirtet hat, das hat mich dann doch etwas gestört. – Mawil Geschrieben von Sebastian Oehler am 13. September 2008 um 10:34 Uhr
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